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Ganzheitliche Traumatherapie mit EMDR

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS, PTSD)
sind Störungen, die als direkte Folge von akuten schweren Belastungen auftreten und äussern sich zum Beispiel in Gefühlen der Hilflosigkeit wie Angst, Trauer, Schuld, Scham oder auch durch Vermeidungsverhalten bis hin zu selbstschädigendem Verhalten. In jedem Fall ist die Lebensqualität eingeschränkt, da die Störungen häufig unverhofft als sogenannte Flashbacks auftreten.
Die Behandlung erfolgt in 3 Phasen:

Phase 1 - Stabilisierung
In dieser Phase wird die Achtsamkeit sich selbst gegenüber geschult. Im Gespräch und zum Beispiel mit Entspannungs- und/oder Meditationstechniken wird gezielt die Psyche stabilisiert.
Grundlage für eine erfolgreiche Therapie ist die Entwicklung einer tragfähigen therapeutischen beziehung. Dies geschieht, wenn der Patient, die Patientin sich vom Therapeuten verstanden und angenommen fühlt. Gegenseitiger Respekt ist hierfür unerlässlich.

Phase 2 - Traumabearbeitung
Behutsam wird das traumatisierende Geschehen angesprochen, wobei dies strukturiert, dosiert und kontrolliert geschieht. Dadurch können die traumatischen Erlebnisse verarbeitet und sozusagen "neu gespeichert" werden.
Eine bewährte Möglichkeit zur Traumabearbeitung bietet EMDR, was weiter unten auf dieser Seite beschrieben wird.

Phase 3 - Integration
Nach der "neuen Speicherung" der Erlebnisse in der Phase 2 wird das Geschehen, neu bewertet, in die eigene Lebensgeschichte integriert. Nach dieser 3. Phase sollte das Geschehen nicht mehr als belastend, sondern sozusagen als "schlimme Erinnerung" vorhanden sein. Die Erinnerung ist jetzt Teil der Lebensgeschichte, nicht schön aber zulässig und kann ausgehalten und gehandhabt werden.
Durch die während aller 3 Phasen andauernde Stärkung der Psyche besteht jetzt die Möglichkeit selbstschädigendes Verhalten aufzugeben, da der auslösende Faktor "belastende Erinnerung" in die Lebensgeschichte integriert und handhabbar geworden ist.

E M D R
E M D R (Eye Movement Desensitization and Reprocessing - Desensibilisierung und Neuverarbeitung durch Augenbewegungen) ist eine von Francise Shapiro in den USA entwickelte und in Deutschland seit 2006 für Erwachsene wissenschaftlich anerkannte psychotraumatologische Behandlungsmethode für Trauma-Betroffene.
Die Behandlung erfolgt in 4 Phasen, wobei die Grundlagen der Behandlungsschritte den bereits genannten Phasen entsprechen. EMDR ist Bestandteil der Traumabearbeitung, der vorgenannten Phase 2. Diese Phase wird sozusagen in 2 Schritte unterteilt, der Zielbildfestlegung und der Desensibilisierung.

Phase 1 - Stabilisierung
Wie bei der "üblichen" Traumatherapie ist zunächst die Schaffung einer tragfähigen therapeutischen Beziehung erforderlich.
Nach einer Anamnese, also der genauen Erfassung der "Lebensgeschichte" und der Bewältigungsversuche des Patienten, sowie der Klärung ob eine dissoziative Störung vorliegt erfolgt die Festlegung auf die ganzheitliche Traumatherapie mit EMDR.
Zunächst wird in der "Stabilisierungsphase" die Fähigkeit des Klienten gestärkt, sich der Traumasituation bzw. Traumathematik vorsichtig und in kleinen Schritten zu nähern und sich vor einer möglichen ungesteuerten Überflutung mit belastendem Erinnerungsmaterial aktiv zu schützen.

Phase 2 - Zielbilder
Einzelne Erinnerungen der Traumathematik werden nach Belastungsgrad bewertet und es wird ein "Zielbild", also ein Einstiegsbild gesucht und festgelegt.

Phase 3 - Desensibilisierung
Die Desensibilisierung erfolgt durch begleitend geführte Augenbewegungen oder zum Beispiel durch taktweise Berührung (tapping). Hierbei werden die zwischen linker und rechter Gehirnhälfte bruchstückhaften Erinnerungen zusammengeführt, wobei es zu sogenannten Abreaktionen wie Weinen, Schwindel, Übelkeit oder Anderem kommen kann.

Phase 4 - Integration
In dieser Phase wird, sobald der Patient bei der erinnerten Situation keine Belastung mehr spürt, die positive Kognition nochmals überprüft und mit den genannten Augenbewegungen verankert. Alle Missempfindungen zur erinnerten Situation sollten nach Abschluss der Therapie verschwunden sein.
Häufig arbeitet das Gehirn die Erinnerungen noch nach - zum Beispiel in Träumen, wobei manchmal auch neue Erinnerungen kommen, so dass die neuen Erinnerungen weitere Sitzungen erforderlich machen.

Die Traumatherapie und EMDR können an dieser Stelle natürlich nicht umfassend beschrieben werden.

Bei weiteren Fragen rufen Sie einfach an oder schicken mir eine Email über das Kontaktformular.

Ich stehe Ihnen gern zur weiteren Beratung zur Verfgügung.

Telefon 0511 33659927

- Email gabriele@hardenberg-praxis.de -

 
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